Exil Theater | Komödie

Dario Fo / Franca Rame

Offene Zweierbeziehung

Antonia ist wegen der ständigen Seitensprünge ihres Mannes das, was man stark untertrieben „not amused“ nennen könnte. Ein Rosenkrieg italienischen Formats mit ebenso viel Adrenalin wie Tränen entbrennt zwischen den Ehepartnern. Es fliegen nicht nur die Fetzen sondern auch Möbelstücke.

Im Ehebett herrscht hingegen schon seit Monaten tote Hose bei den beiden, denn Antonias Mann vergnügt sich nur noch fremd. Seit Neuestem bringt er seine Affären sogar mit nach Hause und fordert von seiner Frau Toleranz. „Freie Liebe für freie Menschen, offen für alles …“ Offen aber selbstverständlich nur in eine, nämlich seine Richtung. Sonst gäb’s ja Durchzug!

Also greift Antonia in ihre randvolle Trickkiste: Tränen, Wutausbrüche, Verbal- und Messerattacken, das volle Programm rauf und runter bis hin zum inszenierten Selbstmord aus dem Pillenschrank. Beeindrucken kann sie ihn damit nicht wirklich. Und so bleibt ihr nur das ultimative Mittel: Sie erfindet einen Lover …

AUFFÜHRUNGEN

SO 29. Dezember | 17:00 Uhr
MO 30. & DI 31. Dezember | 20:00 Uhr

KARTENPREISE

10,– € / 6,– € ermäßigt

KARTENVORVERKAUF

Hirsch-Apotheke
Bahnhofstr. 8, Bruchsal

Buchhandlung Carolin Wolf
Hoheneggerstr. 6, Bruchsal

BESETZUNG

Antonia: Sonja Schott

Mann: Martin J. Höfer

REGIE

Bernhard Wendel

TEAM

Licht, Ton & Technik: Marek Baaß, Benedikt Geißler, Heinz Schäufele

Bühne & Ausstattung: Bernhard Wendel

Bühnenbau: Martin Grobe, Marek Baaß, Felix Neumeister

Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Maier, Johannes Ayrle

DAUER

ca. 90 Minuten, Pause nach dem 1. Akt

Pressestimmen

Turbulenzen auf der Bühne

Sonja Schott und Martin J. Höfer glänzen bei Premiere des Exil Theaters

„Wie beendet man eine Ehe, Mit dem Sprung vom Fenstersims, mit Tabletten, mit einer Pistole oder mit einem Föhn? Emotional und turbulent ging es jedenfalls zu im Exil Theater bei der Premiere des Zwei-Personen-Stücks „Offene Zweierbeziehung‘ von Dario Fo und Franca Rame. […]

Es war schwierig zu spielen, dieses Stück. Sich fast 90 Minuten lang zu streiten, nur zu zweit auf der Bühne, und die Spannung für die Zuschauer aufrecht zu erhalten. Sonja Schott und Martin J. Höfer erreichten dies durch eine hervorragende schauspielerische Leistung, bestens inszeniert von Bernhard Wendel mit seiner langjährigen Bühnenerfahrung. Allerdings hätte es an manchen Punkten gut noch etwas italienischer sein können.

Amüsant war zu beobachten, wie Schott und Höfer die situationsbezogenen Emotionen spielten – mit Mimik und Gestik, mit ihrer Summe und der gesamten Interaktion auf der Bühne. Wut und Verzweiflung, Anbiedern und Gleichgültigkeit, Entschlossenheit und Zweifel, Arroganz und Zuneigung – all das präsentierten sie dem Publikum. Dabei blieben die Zuschauer nicht unbeteiligt. Immer wieder wurden sie zum Gesprächspartner, wenn Antonia oder ihr Mann über den anderen herziehen.

Das Publikum war der Dritte, den man brauchte, um seine eigene Position zu festigen. Eine gute Spielanlage durch die Autoren, um die Spannung im Publikum aufzubauen, zu erhalten und noch zu steigern. Die beiden Streithähne nutzten sie geschickt. Und die Zuschauer gewannen ihre eigene Meinung über das Stück, die von „heftig und derb“ bis zu „kann schon vorkommen“ reichte. Dabei amüsierten sich sowohl bewährte Ehepaare als auch gute Freundinnen, die sich einen außergewöhnlichen Abend gönnten.“

Bruchsaler Rundschau, 07. Oktober 2019

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Kontakt

Exil Theater e.V.

Am Alten Güterbahnhof 12

76646 Bruchsal

Tel. +49 7251 3929410

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