BILDER DEINER GROSSEN LIEBE

Wolfgang Herrndorf

Bühnenfassung von Robert Koall, Regie: Bernhard Wendel

Ab März 2019.

 

In „Tschick“ war sie nur eine Episode – Isa, das Mädchen auf der Müllkippe, das manchmal den Eindruck machte, als sei sie nicht ganz richtig im Kopf. Jetzt ist es umgekehrt. In „Bilder deiner großen Liebe“ dreht sich alles um sie, und die beiden Jungs sind nur eine Station auf ihrem Weg.

„Verrückt sein bedeutet ja auch nur, dass man verrückt ist und nicht bescheuert“, sagt sie und lässt die Zuschauer teilhaben an ihrer Gedankenwelt, bei der die Fantasie und das Fabulieren im Vordergrund stehen. Dass ihr Arzt das etwas anders sieht, muss sie nicht erwähnen. Aber den hat sie ja zurückgelassen in der Anstalt, aus der sie abgehauen ist.

„Die Sterne wandern, und ich wandre auch“. Auf ihrer Reise strahlt sie in die Lebenswelten anderer Menschen hinein und ist doch immer selbst schon fast verglüht. Sie begleitet einen Binnenschiffer, erzählt einem taubstummen Kind eine Geschichte, mäht einem Schriftsteller den Rasen und liest einem lüsternen Trucker die Leviten. Auf einer Müllhalde trifft sie zwei Jungs. Im Blick des einen sieht Isa, dass er sich in sie verliebt hat, nur weiß er es noch nicht…

So unvollendet wie das Leben selbst ist auch Herrndorfs literarisches Fragment. Seinem Erfolgsroman „Tschick“ wollte der schwerkranke Autor einen ungehorsamen Zwilling zur Seite stellen und aus der Perspektive des „Müllmädchens“ Isa eine Art Jakobsweg für Außenseiter beschreiten: ohne Wegweiser, ohne Erweckungserlebnis.

 

 

 

 

Platero und ich

Juan Ramón Jiménez

Szenische Lesung mit Musik, Regie: Bernhard Wendel

Ab Mai 2019.

 

Mit einer der berühmtesten Prosadichtungen der spanischen Literatur des 20. Jahrhunderts betritt das Exil Theater neues Terrain: In einer szenischen Lesung wird die Geschichte von Platero erzählt. Platero, ein kleiner Esel, begleitet den Ich-Erzähler auf seinen Streifzügen durch die andalusische Landschaft. Und Platero ist ihm weit mehr als nur ein Grautier. Platero steht für das verlorene Paradies der Kindheit, für eine tiefe Verbundenheit mit der Natur, ist Weggefährte und immer zugleich auch Spiegelbild menschlichen Daseins.

Die Dramaturgie der szenischen Lesung folgt dem Lauf der Natur. Sie beginnt im Frühling und endet im Winter mit Plateros Tod, spannt den Bogen von zartem Frühlingsgrün, über harte Sommersonne, reifen Herbstfrüchte bis hin zur Kälte des Winters. Zwischen zwei aufgestellten Eselsohren hindurch beobachtet Jiménez die Erlebnisse am Wegesrand und macht daraus Bilder voller Poesie, eine – wie er es selbst bezeichnete – „andalusische Elegie“. Dabei bleibt diese Melancholie immer leicht und unbeschwert. Juan Ramón Jiménez erhielt 1956 den Nobelpreis für seine farbigen Momentaufnahmen.

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